Welche Kondome kommen bei einer Latex Allergie infrage?

Welche Kondome kommen bei einer Latex Allergie infrage?

Wenn die Haut im Intimbereich unangenehm juckt oder brennt, wenn sich Quaddeln bilden und ein nässender Ausschlag dazukommt, kann es sich um eine Latex Allergie handeln. Rund zwei Prozent der Bevölkerung leitet unter einer Latex Allergie, aber die Zahlen steigen drastisch an. Das trifft jedoch nicht nur auf Männer und Frauen zu, die Kondome benutzen, auch viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben Probleme mit Latex.

Wann treten die Symptome einer Latex Allergie auf?

Männer, die mit einem Kondom verhüten, sind häufiger von einer Latex Allergie betroffen als Frauen. In der Regel zeigen sich bereits die ersten Symptome, unmittelbar nachdem das Kondom übergestreift wurde. Die Haut brennt und juckt, es kommt zu Schwellungen und kleinen Quaddeln und zu Rötungen. Bei einem Kontakt über die Atemwege kann es zu roten juckenden Augen und einem allergisch bedingten Schnupfen kommen. Im schlimmsten Fall verursacht die Latex Allergie asthmatische Beschwerden und einen Husten, der bis zur akuten Atemnot führen kann. Möglich ist auch, dass die Symptome zeitverzögert auftreten. Bei einigen Menschen dauert es bis zu 72 Stunden, erst dann macht sich die Latex Allergie bemerkbar.

Welche Alternativen zum Latex Kondom gibt es?

Selbst wenn einer der Partner eine Latex Allergie hat, heißt das noch lange nicht, auf diesen sicheren Schutz verzichten zu müssen. Es gibt heute gute Alternativen zum Naturkautschuk mit und ohne Geschmack. Wer allerdings allergisch reagiert, sollte auf Geschmacksrichtungen aller Art verzichten. Eine Alternative sind Kondome aus Polyurethan, ein Kunststoff oder Kunstharz. Kondome aus Polyurethan riechen neutral und lassen sich ohne Probleme mit Gleitmitteln kombinieren, die Fette und Öle enthalten. Zu den Nachteilen bei diesem Material gehören, dass sie im Vergleich zum Latex teuer und nicht so elastisch sind. Eine andere Lösung sind Kondome aus Polyisopren, einem synthetisch hergestellten Kautschuk. Diese Kondome sind sehr elastisch, sicher und preiswert. Der einzige Nachteil besteht darin, dass sie nicht mit Gleitmitteln aus Silikon- oder Wasserbasis in Berührung kommen dürfen.

Die historische Alternative

Wer eine Latex Allergie hat und weder Vegetarier noch Veganer ist, sollte ein Kondom aus Schafsdarm benutzen. Diese Kondome gibt es seit dem 19. Jahrhundert und sie erleben gerade wieder ein Comeback. Zu empfehlen sind die Kondome aus dem Darm eines Schafes allerdings nur sehr bedingt. Sie schützen zwar effektiv vor einer Schwangerschaft, aber leider nicht gut vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Auch Bakterien und Viren haben bei diesem altmodischen Verhütungsmittel leichtes Spiel. Kondome aus Schafsdarm gehören zu den wenigen Kondomen, die es noch einzeln zu kaufen gibt. Einige wenige gut sortierte Bioläden haben diese Kondome im Angebot.

Fazit

Eine Allergie gegen Naturkautschuk und damit auch gegen Latex ist kein Grund, um auf Kondome zu verzichten. Mit Kondomen aus Polyurethan und Polyisopren gibt es zwei hervorragende Alternativen. Kondome aus diesen beiden Materialien sind so sicher wie Latex Kondome und schützen vor Krankheiten ebenso wie vor einer ungewollten Schwangerschaft. Wer vermutet, dass er an einer Allergie gegen Latex leidet, sollte unbedingt einen Dermatologen aufsuchen. Vielfach ist jedoch nicht Latex der Auslöser der Allergie, sondern es sind die zusätzlichen verarbeiteten Stoffe. Der Hautarzt kann schnell herausfinden, was die Allergie tatsächlich auslöst.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / vectorgalaxy

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